Quasi mitten im Wald bietet der Bio-Hofladen Hohlegruft einen Tante-Emma-Laden wie aus dem Bilderbuch.
Wer die letzten paar Kilometer entlang enger Straßen und viel Wald rechts und links auf dem Hof Hohlegruft ankommt, erlebt beim Eintritt in den Laden eine Überraschung. Der umgebaute ehemalige Pferdestall entpuppt sich als veritabler Vollsortimenter. Und die freundliche Begrüßung durch Anke Stoltenberg, die mit ihrem Mann Rolf und den vier Kindern den Bioland-Hof bewirtschaftet, schafft sofort eine angenehme und freundliche Atmosphäre.
Das Besondere am Hofladen Hohlegruft ist nicht nur die Tatsache, dass er ein vollständiges Sortiment bietet, sondern dass das Angebot ausschließlich Bio-Produkte enthält. Und so findet der Käufer neben einem umfangreichen Angebot an Obst und Gemüse auch viele andere Biowaren, vor allem auch ein umfangreiches, gut sortiertes Käseangebot. Und dazu noch selbstgebackenes Brot und Kuchen, Suppenhühner und Hähnchen sowie Schweinefleisch aus der eigenen Zucht. Und gerade bei den eigenen Erzeugnissen zeigt sich die konsequente Ausrichtung der Eigentümer. So verwendet Anke Stoltenberg für den Teig von Brot und Kuchen vorwiegend Dinkel, weil immer mehr Menschen gegenüber dem normalen Weizenteig mit Unverträglichkeiten reagieren.
Bei der eigenen Schweinezucht hat sich Rolf Stoltenberg (zusammen mit anderen Erzeugern aus der Region) auf die Zucht von Anglersattelschweinen spezialisiert. Eine alte Rasse, die erst in den letzten Jahren wieder zunehmend Zuspruch findet. Im Gegensatz zu den in den letzten Jahrzehnten verwendeten Rassen, deren Zucht besonders auf mageres Fleisch abzielte, setzt das Anglersattelschwein deutlich mehr Fett an. Das aber macht den Schweinebraten saftiger und schmackhafter. Den eigenen Hühnerstall bevölkern wiederum Tiere der Rasse Deutscher Sperber und Lachshuhn. Rassen, die nicht wie viele der heute in der Massentierhaltung verwendeten vor allem auf besonders viel Brustfleisch gezüchtet sind. Aber wer jetzt denkt, an den Tieren ist nichts dran, sieht sich angesichts eines Gewichts von bis zu 2kg eines Besseren belehrt.
Doch das Angebot im 2001 in Betrieb Hofladen war nicht immer so umfangreich. “Am Anfang hatten wir von vielem wenig, jetzt haben wir viele Produkte und von diesen mehrere Alternativen”, so Anke Stoltenberg. Diese Produkterweiterung 2006 hat den Bio-Hofladen erst zu dem gemacht, was er heute ist. Und damit Kunden mit Lebensmittelunverträglichkeiten sich zurechtfinden, sind die Produkte im Regal mit entsprechenden Farben gekennzeichnet (rot, gelb, grün). Wer dazu Fragen hat, wird bei Anke Stoltenberg gut beraten. Natürlich kann nicht das gesamte Fleisch aus der Schweinehaltung im eigenen Hofladen verkauft werden. “Einen Teil davon leifern wir an die Landwege-Genossenschaft in Lübeck, bei dem der Bioland-Hof auch Genossenschaftsmitglied ist”, so Ralf Stoltenberg. “Und unser Getreide liefern wir an die Erzeugergemeinschaft für Naturprodukte in Schleswig-Holstein.”
Unser Fazit: Ein Laden, wie man sich ihn häufiger wünschen würde.
Hier unser Eintrag zum Hof Hohlegruft.
Hier die Liste unserer Hofläden und hier die Übersichtskarte.








